Mit steigender Verbreitung VoIP-fähiger Smartphones wie bspw. dem iPhone und dem Nokia E66 erreicht die mobile Nutzung von Internet-Telefonie einen neuen Höhepunkt. Gleichartige Handymodelle erlaubt es, neben GSM-Anrufen auch WLAN-Telefonate über einen VoIP-Provider zu führen. Nach Analyse von sipgate setzten im Sommer 2009 dreimal so viele Kunden ein ensprechendes Handy ein als noch 2008. Smartphones lösen Notebooks als beliebteste Reise-VoIP-Hardware damit ab, deren Anteil sank von 43 auf nun 23 Prozent.
Bei der VoIP-Nutzung im Urlaub dringen Reisende zudem in immer entferntere Regionen vor. So berichteten Kunden von Internet-Telefonaten u.a. aus Mauretanien, Sumatra, Kambodscha und Macau. Hauptländer waren auch in 2009 neben den EU-Staaten, die USA und Kanada, Australien, aber auch Thailand und die Türkei. Eine problemlose VoIP-Nutzung bestätigten Kunden auch aus China, trotz 'Goldenem Schutzschild', dem Internet-Kontrollschirm der chinesischen Regierung. Generell fanden Urlauber vor Ort mühelos kostenloses WLAN vor - wie z.B. in Hotels, Ferienapartments und -häusern, Café- und Restaurantketten, Einkaufszentren, sogar in Strandbars und an öffentlichen Plätzen. Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Tourismusindustrie eine breite Internetverfügbarkeit als Qualitätsfaktor erkannt hat und damit die Anforderungen der modernen Gesellschaft immer besser bedient.
Anders als der Mobilfunk schont Internet-Telefonie das Portemonnaie. Grund ist, dass Handys im VoIP-Modus eine direkte Verbindung zum VoIP-Provider anstatt zum ausländischen Roamingpartner aufbauen. Da der Internet-Telefonanschluss in Deutschland registriert ist, fällt bei Gesprächen in die Heimat deshalb nur der innerdeutsche Tarif an.