Aktuelle Handys kaufen: Auf welche Kriterien achten?

Handykauf
Inzwischen gibt es sehr viele Nutzer, bei denen das Handy unterwegs das Tablet und den Computer ersetzen muss. Umso höher fallen die Ansprüche an die Leistung aus. Viele Hersteller statten ihre aktuel... [weiter]

Ein Smartphone für das Kind

Jugendliche können sich kein Leben ohne ein Handy vorstellen.

Ohne ein Smartphone gehen die meisten Menschen heutzutage nicht mehr aus dem Haus. Es ist ein wichtiger Bestandteil unserer Gesellschaft geworden und ein Leben ist ohne die Erreichbarkeit und Flexibilität kaum noch denkbar. Auch jüngere Kinder haben bereits die ersten Erfahrungen mit dem Smartphone, ob durch die Eltern, Geschwister, Freunde oder Mitschüler. Viele Kinder wünschen sich bereits in der Grundschule ein eigenes Smartphone.

Ab wann sollte ein Kind ein eigenes Smartphone besitzen?

Mit dieser Frage beschäftigen sich viele Eltern und Erziehungsberechtigte. An Schulen ist es ein großes Thema, einige Einrichtungen verbieten den Umgang mit dem Telefon sogar in den Pausen. Das richtige Alter zu bestimmen ist komplex. Es spielen viele Faktoren eine Rolle, unter anderem der Umgangskreis des Kindes, seine Vernunft, Reife und auch die Möglichkeit, die Verantwortung mit dem Gerät zu erlernen. Pauschal kann man diese Frage kaum beantworten, meistens wird ein Alter von mindestens 12 Jahren für die Anschaffung des ersten eigenen Smartphones empfohlen. Viele Kinder nutzen das Gerät, um mit ihren Freunden zu kommunizieren und auch die Eltern erfreuen sich an der Möglichkeit, das Kind problemlos zu erreichen. Die Möglichkeiten, die ein Smartphone bietet, sind weit über dem Bedarf des Kindes. Kein Kind unter 10 Jahren benötigt wirklich ein eigenes Smartphone. Interessant wird die Nutzung, wenn die Kinder das Gerät für eine sinnvolle Kommunikation sowie Recherche für die Schule nutzen.

Ein Handyvertrag für das Kind

Eine weitere Problematik ist die Art der Finanzierung für eine angenehme, jedoch nicht allzu grenzenlose Nutzung des Telefons. Mittlerweile laufen die meisten Smartphones über einen Vertrag, der unter anderem eine Flatrate für die Nutzung das Internet ermöglicht. Die meisten Funktionen werden nur noch über das Internet genutzt, auch die Kommunikation geschieht in wenigen Fällen über das übliche Telefonnetz. Die Apps wie WhatsApp, Skype, Facebook und ähnliche soziale Netzwerke und Medien sind zu der alltäglichen Kommunikation geworden, die auch innerhalb von Familien einen festen Platz eingenommen haben. Eine Internetflatrate bringt aber nicht nur Vorteile, sondern auch die Gefahr, dass das Kind nicht altersgerechte Seiten aufsucht und gegebenenfalls einen Schaden anrichtet oder persönlich davonträgt. Wenn die Eltern sich entscheiden, dem Kind ein internetfähiges Gerät zu überlassen, ist eine Aufklärung und eine Einführung in den Umgang mit dem Smartphone und vor allem dem Internet nötig.

Ein Vertrag hat den Vorteil, dass die Eltern jeden Monat einen festen Betrag zahlen. Das Kind kann telefonieren, SMS versenden und im Internet surfen, ohne, dass auf die Eltern zusätzliche Kosten zukommen. Der Vertrag muss gut ausgewählt sein, dafür ist es sinnvoll, verschiedene Optionen zu vergleichen und an die Bedürfnisse des Kindes anzupassen. Beispielweise ist eine SMS-Flatrate heutzutage nicht mehr notwendig: Es werden nur noch wenige SMS versendet, da stattdessen Apps mit ähnlicher Funktion genutzt werden. Manche Verträge bieten die Möglichkeit, weitere zahlungspflichtige Optionen zu sperren, so dass das Kind sein Limit nicht überschreiten kann. Letztendlich ist es wichtig dem Kind zu erklären, dass kostenpflichtige Funktionen nicht genutzt werden dürfen und dass die Eltern jede Transaktion mittels der Rechnung nachvollziehen können.

In manchen Fällen ist es sinnvoller, dem Kind ein Prepaid-Handy zu geben um vorerst zu prüfen, ob das Kind sich an Abmachungen hält. Manche Kinder sind in der Lage, bereits mit 10 Jahren verantwortungsvoll mit dem Handyvertrag umzugehen, andere benötigen selbst noch in der fortgeschrittenen Pubertät eine erhöhte Kontrolle.

Welches Handy für das Kind?

Nicht nur ein passender Vertrag, sondern auch das Endgerät müssen sorgfältig ausgesucht werden. Für die Bedürfnisse der Kinder unter 15 Jahren reicht ein einfaches Smartphone aus. Es ist auch interessant, sich mit anderen Eltern der Mitschüler abzusprechen, welche Smartphones ihre Kinder bereits haben. Viele Eltern haben schon Erfahrungen gesammelt und können mit Sicherheit ein gut funktionierendes und günstiges Gerät für den Erstgebrauch empfehlen.

Mit Bekanntschaften im Internet umgehen

Heutzutage kommt es immer häufiger vor, dass die Kinder im Internet Freundschaften schließen. Es geschieht bei Online-Spielen wie Minecraft oder anderen Spielen mit einer Chatfunktion. Durchaus kann es vorkommen, dass die Kinder sich früher oder später gerne kennenlernen möchten. Die Eltern sollten in jedem Fall den Prozess überwachen, jedoch nicht verbieten. Bei einem Verbot wäre die Gefahr zu groß, dass das Kind dennoch Kontakt hält und es den Eltern verheimlicht. Besser verabredet man sich zu einer gemeinsamen Skype-Stunde und lernt auch die Eltern des Gegenübers kennen. Und sollte es zu einem persönlichen Treffen kommen, ist es von Vorteil, wenn die Eltern der beiden Kinder zu der Verabredung mitkommen.
[vp, Foto: © nastya_gepp via pixabay.com (CC0)]
nlg