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Sicherheitslücke bei alten SIM-Karten


Die Sicherheits-Spezialisten der UNO sind besorgt und die internationale Fernmeldeunion ITU hat inzwischen die Mobilfunkbetreiber alarmiert. Denn eine halbe Milliarde SIM-Karten weltweit lassen sich leicht knacken.

Eine einzige SMS reicht und schon können Angreifer jedes achte Handy rund um den Globus kapern, Schadprogramme einschleusen, Gespräche abhören, mit teuren Premium-Diensten Kosten verursachen oder die Nummer für eigene Anrufe verwenden.

Der Grund für die Sicherheitslücke ist einfach: Die Mobilfunkprovider haben gespart und die SIM-Karten mit dem uralten Verschlüsselungsstandard DES aus den 1970er-Jahren geschützt. Den zu knacken ist relativ einfach. Dem Sicherheitsexperten Karsten Nohl ist das gelungen und er warnt: "Kriminelle werden sicher nicht lange warten, sich SIM-Hacking zunutze zu machen."

Die deutschen Mobilfunkanbieter geben jedoch weitgehend Entwarnung: Neue Karten aus den letzten Jahren verwenden die im Jahr 2000 eingeführte AES-Verschlüsselung. Telekom, O2 und E-Plus erklärten gegenüber der Zeitschrift Computer Bild, dass keine ihrer Karten anfällig für die Sicherheitslücke sei. Sehr alte SIM-Karten von Vodafone aus der Zeit vor dem UMTS-Start im Jahr 2004 waren dagegen noch nicht ausreichend geschützt. Der Anbieter hat jedoch schnell reagiert: Per Fern-Update bringt Vodafone die SIM-Karten auf den neuesten Stand. Die Kunden merken nichts davon. Es reicht, die Handys einzuschalten und im Netz einzubuchen. "Die größte Update-Welle der deutschen Mobilfunknetz-Geschichte", bemerkt Nohl und beruhigt: "In den wenigen Monaten, die die Datendiebe wohl noch brauchen, werden zumindest in Deutschland die Schwachstellen hoffentlich fast komplett geschlossen sein."

Sicherheit geht vor: Computer Bild empfiehlt deswegen, die Handyrechnungen genau zu kontrollieren und beim Anbieter Dienste wie Premium-SMS zu sperren. Außerdem sollten die Nutzer ältere SIM-Karten gegen neue austauschen - diese sind deutlich sicherer.

[Quelle: COMPUTER BILD-Gruppe/COMPUTERBILD.de, Foto: © Pixabay.com]
nlg