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ZTE stellt KI-basiertes System für 5G-Slice-Betrieb vor

Technik
ZTE hat CloudStudio, das erste kommerziell einsetzbare KI-basierte System der Branche für den 5G-Slice-Betrieb, auf dem Mobile World Congress (MWC) 2019 in Barcelona vorgestellt. Das System setzt inno... [weiter]

Telefonieren in U-Bahnen

Mittlerweile sind die unterirdischen Bahn­strecken in den deutschen Großstädten weitgehend mit Mobilfunk versorgt, so dass Fahrgäste in S- und U-Bahnen mobil telefonieren oder Daten übertragen können, sogar während sich der Zug in einem Tunnel befindet. Die Netzbetrei­ber haben in den letzten Jahren hohe Investitionen getätigt, um die unterirdi­sche Versorgung aufzubauen und den Fahrgästen in den Zügen die gleiche Netzqualität wie im oberirdischen Netz zur Verfügung zu stellen.

Um eine unterbrechungsfreie Mobilfunkversorgung herzustellen, benötigen die Netzbetreiber eine große Zahl von Verstärkern in den Tunnelröhren und den unterirdischen Bahnhöfen. Die unterirdische Vernetzung ist eine logistische Herausforderung: So wurden zum Beispiel für das Kernnetz der Münchner U-Bahn, das unter der Federführung von Vodafone ausgebaut wurde, mehr als 400 Antennen und rund 100 Verstärker auf der etwa 75 Kilometer langen Tun­nelstrecke und in den 89 Bahnhöfen montiert. Vor der Montage wurde die Signalausbreitung auf allen Strecken gestestet und die Netzplaner haben die Platzierung der Antennen in den zwischen 300 Meter und drei Kilometer langen Tunnels genau bestimmt. Die optimale Platzierung der techni­schen Anlagen innerhalb des unterirdischen Röhrennetzes ist die Basis für eine hohe Netzqualität.

Was sich über der Erde mit Hilfe von Simulationsprogrammen errechnen lässt, ist unter der Erde schwerer kalkulierbar, da jede Tunnelröhre eine eigene Be­schaffenheit und Form hat. Da sich die elektromagnetischen Felder in engen Tunnelröhren nur beschränkt ausbreiten können, wird gezielt an jedem Tunnel­ende eine Antenne platziert. Ihre Funkwellen überlappen sich in der Mitte, so werden Funklöcher vermieden. In längeren Tunnels kommt eine Antenne mit Verstärker in der Mitte hinzu.

Die Montage der Mobilfunktechnik im Tunnel kann in vielen Fällen nur nachts, während der Fahrbetrieb ruht, erfolgen. Die Antennen und die Verstärkerein­heiten sind mit Glasfasern an die so genannte Zentralstation angebunden. Von dieser zent­ralen Schaltstelle aus werden Gespräche und Daten an die Vermitt­lungsstelle der jeweiligen Netzbetreiber weitergeleitet. Je nach angewähltem Teilnehmer wird dann eine Verbindung ins Festnetz oder in diejenige Funkzelle ausgebaut, in der sich der angerufene Gesprächspartner gerade befindet.

[Quelle: Vodafone]
nlg