Internettarife: Vertragsmitnahme bei Umzug kostet bis zu 70 Euro

Tarife
Verbraucher, die ihren bestehenden Internetvertrag beim Umzug in eine neue Wohnung mitnehmen möchten, zahlen dafür einmalig zwischen 40 und 70 Euro. Bei keinem der neun betrachteten DSL- und Kabelanbi... [weiter]

Handyversicherung – Pro & Kontra


Die Handyversicherung wird überall angeboten, meist sogar schon direkt beim Neukauf des Smartphones. Ob sie sinnvoll ist oder nicht, hängt vom Versicherungsnehmer und dem Leistungsumfang des Anbieters ab.

Das spricht dafür

Ob sich eine Handyversicherung lohnt, hängt überwiegend vom Inhalt der Versicherung ab. Die Produkte dazu auf dem Markt sind sehr vielseitig und oft undurchsichtig. Es gibt aber durchaus Policen, die kundenfreundlich sind und ein angemessenes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten. Vor allem für diejenigen, die ein sehr teures Smartphone besitzen, können sich solche Schutzpakete lohnen. Um gute von weniger sinnvollen Versicherungspolicen zu unterscheiden, sollten vor allem folgende Kriterien geprüft werden:

  • Zeitwert: Wie viel Geld steht einem je nach Alter des Handys im Schadenfall zu? Manche Versicherer bieten nach einem Jahr eine Erstattung von 80 Prozent des Kaufpreises, andere nur 50 Prozent.
  • Ausschlüsse: Wann zahlt die Versicherung und wann nicht? Sind Schäden wie Diebstahl, Wasserschaden und Selbstverschuldung abgedeckt, kann sich die Police durchaus lohnen.
  • Selbstbehalt: Wie viel Geld muss man im Schadenfall selbst beisteuern? Am besten ist es, wenn die Versicherung gar keinen Selbstbehalt fordert. Mit der Zeit verliert jedes Smartphone an Wert. Steht der Selbstbehalt auch nach ein oder zwei Jahren noch im Verhältnis zum Wert des Geräts?

Oft heißt es, dass sich die Handyversicherung nicht lohnt, weil viele der Schäden über die Hausrat- oder Haftpflichtversicherung abgedeckt sind. Das stimmt allerdings nicht uneingeschränkt. Denn auch hier muss man sich genau informieren und prüfen, ob und wann die Haftpflicht für das Handy aufkommt. So kann zum Beispiel die Selbstbeteiligung entscheidend sein. Liegt diese über dem Wert der Reparatur oder Erstattung, zahlt auch die Haftpflichtversicherung nicht für den Schaden.

Das spricht dagegen

Viele Handyversicherungen kommen nicht für alle Schäden auf. Beschädigungen durch Eigenverschulden oder Herstellerfehler beispielsweise sind in der Regel nicht abgedeckt. Ebenfalls heikel ist die Situation, wenn das Mobiltelefon ins Wasser fällt oder gestohlen wird. Auch in diesen Fällen zahlen die meisten Handyversicherer keinen Cent.

Wie bereits erwähnt, können die meisten Situationen bereits durch eine andere Versicherung wie die Hausrat oder die private Haftpflicht abgesichert sein. Wer hier eine passende Police besitzt, benötigt keine zusätzliche Handyversicherung. Zudem sollte man sich überlegen, wie hoch die Rechnungen für bisherige Schäden waren. Wer gut auf sein Mobiltelefon achtet und bisher nicht dazu neigte, regelmäßig hohe Rechnungen für Smartphone-Reparaturen zu verursachen, wird aller Voraussicht nach auch in Zukunft nicht allzu hohe Kosten haben. Oft hat man unter dem Strich mehr für die Handyversicherung bezahlt, als die verursachten Schäden gekostet hätten. Das ist einer der Hauptgründe, warum Verbraucherschützer von der Handyversicherung abraten.

Fazit

Eine Handyversicherung lohnt sich in den meisten Fällen nicht. Oft ist der Beitrag für die Versicherung teurer als die eigentliche Reparatur. Bei vielen kann der Schaden auch über die Hausrat- oder die Haftpflichtversicherung abgewickelt werden. Das setzt allerdings voraus, dass die Policen des Smartphone-Besitzers entsprechende Leistungen beinhalten.
[bs, Foto: Robert Nelson via flickr (CC BY 2.0)]