Mobile IT-Sicherheit nicht immer auf dem neusten Stand

Sicherheit
Kleine Geräte, großes Risiko. 95 Prozent der Unternehmen in Deutschland haben Sicherheitsvorkehrungen für die Nutzung mobiler Endgeräte ihrer Mitarbeiter getroffen. Nicht alle schöpfen allerdings die... [weiter]

Push-to-talk - wenn aus dem Handy ein Walkie-Talkie wird

Nach Einführung der GPRS-Kernnetze steht erstmals ein IP-basierender, paketorientierter Träger für die mobile Kommunikation zur Verfügung. Genutzt wird die paketorientierte Übertragungstechnik jedoch zur Zeit nur, um Informationen mit dem Internet, Datenbanken, Firmennetzen etc. auszutauschen. Eine paketvermittelte und damit sehr effiziente und ressourcenschonende Übertragung von Sprache hat es im Mobilfunk bisher nicht gegeben. Bis jetzt: Denn mit der neuen Anwendung "Push-to-talk" unternehmen Netzausrüster weltweit einen ersten Schritt in die paketbasierte mobile Sprachübertragung.

Der "Push-to-talk"-Dienst ist eine bidirektionale Kommunikationsform, bei der Anwender durch einfaches Drücken einer Taste auf dem Mobiltelefon direkt mit einem oder mehreren Empfängern kommunizieren können - vergleichbar mit einer Walkie-Talkie-Kommunikation. Ein Verbindungsaufbau via "klassischer Vermittlungstechnik", wie man ihn aus dem Mobilfunknetz üblicherweise kennt, ist nicht notwendig, da alle Teilnehmer über GPRS permanent verbunden sind und die Sprachmitteilung daher mit vernachlässigbar geringem Zeitverzug an ein anderes Endgerät übertragen werden kann, das die Mitteilung direkt empfängt.

Für die Antwort drückt der angesprochene Teilnehmer wiederum einen Knopf am Endgerät und spricht: Die Antwort ist an der Gegenstelle nahezu in Echtzeit zu hören.
Mit Push-to-Talk werden entsprechend ausgerüstete Handys also zum mobilen Walkie-Talkie mit der Möglichkeit zum Gruppenruf - mit einem Lautsprecher am Endgerät ermöglicht Push-to-Talk die vom Walkie-Talkie bekannte freihändige Handhabung. Da Push-to-Talk allerdings den weitverbreiteten GSM-Mobilfunk nutzt, besteht im Gegensatz zum Walkie-Talkie hier keine Reichweiten-Begrenzung: Wie ein GSM-Dienst kann auch Push-to-Talk theoretisch länderübergreifend eingesetzt werden - gestützt auf die GSM-/GPRS-Roamingabkommen.

Kosteneffizient ist diese Alternative zum einen, weil bei der mobilen paketorientierten Sprachübertragung - wie im festnetzbasierten Voice-over-IP - kein fester Kanal für die gesamte Sprachmitteilung reserviert und berechnet werden muss, sondern immer nur die tatsächlich genutzten Kapazitäten: Gesprächspausen werden nicht abgerechnet, da die Kapazität des Funkträgers dann sofort für andere Teilnehmer frei wird und zur Verfügung gestellt werden kann. Zum anderen muss kein eigenes Betriebsfunksystem installiert werden - wenn der Mobilfunknetzbetreiber den Dienst unterstützt, müssen die Teilnehmer nur über ein entsprechend ausgestattetes Endgerät verfügen. Auch eine Beschränkung auf einen bestimmten Endgerätetyp gibt es nicht - die Push-to-Talk-Funktionalität kann in den verschiedensten GSM-Mobiltelefonkategorien als sogenannter Client implementiert werden.

Schließlich ist Push-to-Talk auch aus Sicht der Netzbetreiber ein attraktiver Dienst, bietet er doch Möglichkeiten, neue Teilnehmer zu gewinnen und das Netz optimal auszulasten.




Quelle: Nokia