Jeder dritte Smartphone-Nutzer sorgt sich um die Sicherheit der persönlichen Daten

Sicherheit
"Creating a better future" ist das Motto des diesjährigen Mobile World Congress vom 26. Februar bis zum 01. März 2018. Das gilt auch für die IT-Sicherheit von Mobilgeräten. Viele Nutzer sorgen sich um... [weiter]

MMS-Netzelemente

Grundsätzlich ähnelt die technische Infrastruktur der MMS-Lösung in ihrem Aufbau der klassischen SMS-Architektur: Auch hier werden die Nachrichten über sogenannte "MMS-Zentralen (MMSC)", eine Erweiterung der bestehenden SMS-Zentralen, angenommen und an den Empfänger weitergeleitet. Allerdings mit dem Unterschied einer deutlich gesteigerten Leistungsfähigkeit - das Nokia Multimedia Message Center bildet eine Hochleistungsplattform, über die zugleich Audio- und Video-Clips sowie Fotos und Bilder mit herkömmlichen Textnachrichten kombiniert und bearbeitet werden.

Grundsätzlich werden die Nachrichten im MMSC nur solange gespeichert, bis das Empfängergerät gefunden wurde und die Nachricht zugestellt werden kann. In Ausnahmefällen aber, wenn das Empfangsgerät abgeschaltet, der Akku leer oder keine ausreichende Netzabdeckung gegeben ist, werden die Nachrichten in der MMSC zwischengespeichert.

Die MMSC verfügt über Schnittstellen zum Internet, zur E-Mail, zu einem externen WAP-Gateway, zum Billing-System, über ein External Application Interface (EAF) zur Anbindung an externe Applikationen von Content Providern u.v.m.

Der Transport der Nachricht vom Endgerät zur MMSC und von dort zum Empfänger-Gerät erfolgt auf Basis des Wireless Session Protocol (WSP), außerdem werden WAP-Push-Features und auch die von Nokia entwickelte SAR-WAP-Funktionalität bei der Übertragung genutzt (Segmentation And Re-assembly = durch die Aufteilung langer Nachrichten in kleine Pakete wird die Wiederübertragungszeit im Falle eines Paketverlustes reduziert). Zur Unterstützung dieser zahlreichen WAP-Funktionalitäten wird ein externes WAP-Gateway benötigt. Anfangs lässt sich hierfür sicherlich das allgemeine WAP-Gateway des Netzbetreibers nutzen, doch bei steigendem Verkehrsaufkommen empfiehlt Nokia die Installierung eines dedizierten WAP-Gateway, das nur für den MMS-Transport eingesetzt wird.

Die Einrichtung eines Multimedia Terminal Gateway ermöglicht es dem Netzbetreiber, auch Empfänger-Geräte zu unterstützen, die nicht MMS-fähig sind - da die MMS-Nachricht für einen bestimmten Zeitraum im Terminal Gateway gespeichert werden, wo der Teilnehmer die Nachricht dann abrufen kann: Der Empfänger erhält ganz einfach eine SMS, in der ihm Username und Passwort mitgeteilt wird, mit dem er sich die MMS-Nachricht von einer entsprechenden Website herunterladen kann.

Außerdem kann der Netzbetreiber seinen Kunden mit dem Terminal Gateway die Langzeitspeicherung der MMS-Nachricht gegen Aufpreis anbieten - z.B. als MMS-Fotoalbum.

Als weiteres MMS-Netzelement bietet das Multimedia E-Mail-Gateway die Möglichkeit, MMS-Nachrichten zwischen MMS-Endgeräten und E-Mail-Konten auszutauschen. Das E-Mail-Gateway leistet auch Spam-Filtering, CDR-Generierung und vieles mehr.

Gerade mit Blick auf die anfangs erwartungsgemäß noch geringe Durchdringung mit MMS-Endgeräten sollte der Netzbetreiber über Möglichkeiten nachdenken, die MMS-Nutzung durch kostenpflichtige MMS-Service und -Content-Angebote zu steigern. Das Messaging Gateway stellt hierbei einen wichtigen Schritt dar, da es dem Anwendungsentwickler eine offengelegte Dienstentwicklungs-Schnittstelle bietet.

Das Endgerät verfügt über eine einfache und übersichtliche MMS-Anwenderschnittstelle, die es ermöglicht, die Nachrichten anzunehmen, darzustellen etc. Hier ist auch der wesentliche Unterschied zwischen MMS und WAP zu sehen: Während WAP einen Browser mit offenen standardisierten Schnittstellen benötigt, um grundsätzlich jede WAP-Seite darstellen zu können, kommt das MMS-Endgerät mit einem Messaging-Client aus. Lediglich beim Transport der Nachricht kommen wie erwähnt WAP-Protokolle und WAP-Push-Features zum Einsatz.




Quelle: Nokia